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OMR Festival 2022

Vor zwei Jahren, im ersten Corona Lockdown, empfahl mir eine Dozentin den OMR Podcast von Philipp Westermeyer. Seitdem verfolge ich regelmäßig seine Interviews und bin immer weiter in den OMR Kosmos eingetaucht. Nicht verwunderlich also, dass ich Mitte Mai im Zug nach Hamburg saß, voller Vorfreude auf das OMR Festival. Für alle, die nicht dabei waren oder sich fragen „OM-What?“, habe ich als Werbeblog Sonderkorrespondentin ein paar Insights für euch gesammelt. Also lest weiter 😄


Was ist das OMR Festival?


Die Online Marketing Rockstars (kurz OMR) sind laut eigenen Aussagen die „größte Wissens- und Inspirations-Plattform für die Digital- und Marketingszene in Europa“ (https://omr.com/de/ueber-uns/). Das heißt, ein super Ort, um spannende Trends und alle wichtigen und aktuellen Studien aus der Digitalen Marketingbubble zu bekommen. Außerdem ist Philipp Westermeyer ein echter Rockstar im Networken, in seinem Podcast hatte er schon viele große und interessante Businessleute und Marketeere zu Besuch. Das zweitägige Festival in Hamburg, eine Mischung aus Messeausstellung, Konferenz und Konzerten, ist das Herzstück von OMR und fand dieses Jahr nach langer Corona-Pause endlich wieder statt und das mit rund 70.000 Leuten gut besucht.


Was wird angeboten?


Es gibt für das Festival zwei Ticket Varianten. Für die, die wirklich ernsthaft networken wollen, Interesse an VIP Treffen haben und die ganz berühmten Speaker sehen wollen, gibt es das Premium Ticket. Für alle anderen gibt es für 50€ aber auch eine Menge zu entdecken. Zwei Messehallen waren die „Expo“. Hier konnte man alle wichtigen Akteure der Branche an ihren Messeständen besuchen, Werbe Goodies abgreifen, Fragen stellen oder sich gleich für offene Stellen bewerben. Vor Ort waren zum Beispiel die großen Player Meta und TikTok, Vodafon hatte als Hauptsponsor sogar eine eigene Halle für sich. Aber auch viele kleinere Unternehmen aus der Digitalbranche waren vor Ort. Neben der Messe gab es viele verschiedene Bühnen, auf denen in 20 Minuten Slots Vorträge und Interviews zu sehen waren. Hier durfte jeder zuschauen. Das Programm war vielfältig, am liebsten hätte ich mich einmal geviertelt, um alles anzusehen. Von Influencern, die aus dem Nähkästchen plaudern oder junge Gründer:innen, die ihr Businessmodel vorstellen. Viel Wert wurde dieses Jahr auch auf Gerechtigkeit und Fairness gelegt, so dass es dafür eine eigene Bühne gab (die 50/50 Bühne), auf der es um Frauen in Führungspositionen in der Branche ging. Ein weiteres Highlight und meiner Meinung das Beste auf dem Festival, waren die Masterclasses. In kleinen, vom Trubel abgegrenzten Räumen, wurden in 90 Minuten Vorträge gehalten und Diskussionen geführt. Mit meinem Ticket konnte ich mir aus dem riesigen Programm 6 Classes raussuchen, von denen ich dann drei zugesichert bekommen habe. Hier konnte ich mir genau die raussuchen, bei denen mich das Thema interessiert hat oder ich das Unternehmen einfach mal kennenlernen wollte. Klingt bis hierhin alles ganz schön nach einer normalen Messe und ihr fragt euch, warum es dann Festival heißt? Nunja, das ganze Event ist ziemlich cool, jung und modern aufgezogen. Es gibt eine riesige Bühne, auf der Livekonzerte gespielt wurden. So habe ich mittags Materia gehört, der die Stimmung ganz schön nach oben gedreht hat. Außerdem gibt es abends noch After Show Partys und viele Cocktails. Dadurch, dass es zwischen den Messehallen Außenbereiche mit Food- und Drink Trucks gab und es super sonniges Wetter war, fühlte es sich auch wirklich an wie ein richtiges Festival.


Hat es sich für mich gelohnt?

Ich muss sagen, ich hatte an diesen zwei Tagen unglaublich viel Spaß und eine Menge neuer Eindrücke gesammelt. Da ich mich zurzeit ziemlich für Audio und Podcast Marketing interessiere, war ich auf dem OMR genau richtig. Ich konnte mir eine Masterclass von RMS anhören, ein deutscher Vermarkter im Audiowerbemarkt, die mir echt einige neue Insights gegeben hat. Außerdem konnte ich Podstars kennenlernen, die Vermarkter hinter dem OMR Podcast. Die Podstars und OMR hatten zusammen auch einen eigenen Bereich auf dem Festival. Dort gab es Live-Podcasts zusehen und einen großen Infostand. Wer wollte, konnte sich gleich per Video direkt bewerben oder mit den Mitarbeitern und Personalern vor Ort reden. Phillip Westermeyer lief natürlich auch dort rum. Noch dazu war das Event super für mich, weil ich mich dort mit meinen alten Kolleginnen aus dem Praktikum treffen konnte. Und Networking ist wohl auch der größte Vorteil der Veranstaltung. Wer es drauf anlegt, kann bestimmt mit dem ein oder anderen direkten Kontakt zur HR oder gleich einem Bewerbungsgespräch in der Tasche nach Hause gehen.


Tipps für eueren OMR Besuch:

  • Keine Lust 50€ auszugeben? Einfach den Newsletter bestellen und warten, bis es die Gratis-Aktion gibt oder als Aushilfe ein paar Stunden arbeiten und dafür das Angebot umsonst nutze können.

  • Legt euch im Vorfeld schon fest, was ihr sehen wollt und was nicht. Dann seid ihr nicht komplett überfordert und verpasst nichts.

  • Sucht euch Unternehmen raus, bei denen ihr Lust hättet, später zu arbeiten und nutzt die Chance eure Fragen an die Recruiter vor Ort zu stellen. So könnt ihr schonmal checken, ob das Unternehmen zu euch und ihr zu ihm passt, und bekommt vielleicht auch Tipps für die Bewerbung.

  • Leider, wie so oft, müsst ihr an den Messeständen für gratis Zeug mit euren Daten zahlen. Die Mitarbeitenden wollen dann den QR Code an eurem Ticket scannen, damit sie euren Kontakt haben. Ihr bekommt dann z.B. Popcorn und später einige Emails. Wenn ihr echt kein Interesse an dem Unternehmen habt, sagt einfach, dass ihr deren QR Code scannen wollt, um denen aktiv schreiben zu können. Oder gebt gleich beim Ticketkauf nicht eure Lieblingsemailadresse ein, sondern eine speziell nur für das Event.

Abschließend bleibt noch zu sagen, es lohnt sich. Gerade weil man in Pforzheim im Studium häufig nicht mitbekommt, was gerade in der Branche abgeht, bietet einem das Festival einen tollen Einblick. Natürlich müsst ihr die lange Hinfahrt und eine Unterkunft mit einrechnen. Wer keine Familie in der Nähe hat, sollte sich sehr rechtzeitig ein günstiges Zimmer suche oder zur Not bei Werbeliebe Alumnis nachfragen 😜.

Wir sehen uns dann nächstes Jahr in Hamburg.

Eure Charlyn