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Werbeparodien

Heute haben wir das Thema Werbeparodien für euch. Parodien sind im Allgemeinen komisch-satirische Nachahmungen von bekannten Werken oder Stilen. Auf das Thema Werbung bezogen bedeutet dies das eine Werbung auf eine humorvolle Art nachgemacht wird. Urheberrechtlich ist dies so lange kein Problem, wie noch genug eigene Kreativität dahintersteckt. Man kann diese Kreativität auf drei Arten umsetzten: Durch Verspottung, wahrgenommene Wahrheit und spielerischen Humor. Verspottung und spielerischer Humor sind selbsterklärend, doch was ist wahrgenommene Wahrheit? Dies bedeutet, dass in der Parodie Missstände, z.B. wenn die Realität von der Werbung abweicht, aufgedeckt werden. Dies zeigt beispielsweise die Parodie von Lenovo gegen Apple.

Kann jeder eine Parodie erstellen? Theoretisch ja! Es gibt zwei Arten von Parodien in der Werbung. Die eine ist „User-generated“ was bedeutet das die Benutzer, also jeder der zu den Nicht-Medienleuten gehört, die originale Werbung parodieren kann. Das Gegenstück sind die „Competitor-generated“ Werbeparodien. In diesem Fall wird das Original von einem Konkurrenten aus dem Markt für eigene Zwecke parodiert, wie im Fall Lenovo und Apple.


Parodie-Beispiele

Coca-Cola

Hier findet ihr den originalen Werbespot von Coca-Cola, zu dem wir euch zwei Parodien rausgesucht haben.




Vemondo

Vemondo ist die vegane Eigenmarke von Lidl. Sie haben die Coca-Cola Werbung parodiert und gleichzeitig auch die bekannte Netflix-Serie „Squid Game“ mit einbezogen.




GeschmaxVerstärkers

Die GeschmaxVerstärkers sind ein YouTube Kanal der durch die Parodie Werbung für sich selbst macht.



Wirkung

In der Regel haben die Parodien eine positive Auswirkung auf das Produkt in der Parodie, da der Konsument positive Gefühle mit der Parodie verbindet. Er lacht über die Parodie, teilt sie mit seinen Freunden, ist dankbar für die Aufklärung … . Im Gegenzug leidet das Originalprodukt besonders, wenn Verspottung und wahrgenommene Wahrheit eingesetzt werden. Da in diesem Fall ein negatives Licht auf den originalen Werbespot geworfen wird. Besonders den "User-generated" Werbeparodien wird besonders viel Vertrauen geschenkt, da diese authentischer und glaubwürdiger wirken.




Textquellen:

- Roehm, Michelle L.; Roehm Jr.b, Harper A. (2013): Consumer responses to parodic ads. In: Journal of Consumer Psychology 24, 1 (2014) S. 18 –33,URL: https://myscp.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1016/j.jcps.2013.07.002, abgerufen am 02.11.2021

- Vanden Bergh, Bruce G. ; Lee, Mira; Quilliam, Elizabeth T., & Hove, Thomas (2011). The multidimensional nature and brand impact of user-generated ad parodies in social media. In: International Journal of Advertising, 30(1), S. 103–131. URL: https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.2501/IJA-30-1-103-131, abgerufen am 02.11.2021

- Sabri, Ouidade; Michel, Géraldine (2014): When Do Advertising Parodies Hurt? The Power of Humor and Credibility In Virai Spoof Advertisements. In: Journal of Advertising Research, Vol. 54 Issue 2, S. 233-247, URL: http://www.journalofadvertisingresearch.com/content/54/2/233, abgerufen am 02.11.2021​

- Urheberrecht.de (14.09.2021): Parodie im Urheberrecht: Was ist erlaubt?, URL: https://www.urheberrecht.de/parodie/, abgerufen am 04.11.2021