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Tipps & Tricks fürs Korrekturlesen


Korrekturlesen ‒ daran kommt man im Laufe des Studiums kaum vorbei. Schließlich prasseln besonders in den höheren Semestern die Hausarbeiten nur so auf uns ein, bevor es dann um den Endgegner geht - die THESIS 👻 Zittern euch schon die Knie? Keine Sorge, denn damit eure Thesis, WiPo, Bewerbung, Bestseller-Roman oder Werbeliebe-Blogbeitrag ein Erfolg wird, gebe ich euch hilfreiche Tipps und Tricks. Die sparen nicht nur Zeit ‒ und die kann ja schonmal knapp werden vor so einer Abgabe ‒ sondern helfen euch vor allem, die Qualität des Textes zu steigern.


Die Schriftart ändern! So muss sich euer Gehirn umstellen und wird dazu gebracht, den Text neu zu verarbeiten, statt ihn nur zu überfliegen. Es gibt sogar eine Schriftart mit gut unterscheidbaren Sonderzeichen, die nur fürs Korrekturlesen entwickelt wurde: DP Sans Mono – die könnt ihr einfach downloaden, installieren und nutzen.



(Doppelseitig 🌱) Ausdrucken kann ebenfalls hilfreich sein, denn dann habt ihr ein anderes Licht, Haptik und lasst euch vielleicht ‒ hoffentlich ‒ nicht von irgendwelchen Pop-Ups ablenken. Dass das Handy im Korrekturprozess nichts zu suchen hat, muss ich euch nicht sagen. Jetzt erstmal gucken, wer mir da grade eine WhatsApp geschickt hat 🤔



Warum selbst Korrekturlesen, wenn es auch ein Programm für dich tut? Das meint ihr hoffentlich nicht ganz ernst - aber ein sinnvolles Hilfsmittel sind Programme natürlich schon. Google Docs findet dabei aber oftmals andere Fehler als Word und andersherum. Beispielsweise hat Word anscheinend kein Problem mit Markteilnehmer. So einen Fehler selbst zu finden, ist auch ganz schön knifflig. Am besten also einmal in beide Programme einfügen und durch die Überprüfung jagen!


Eine weitere Funktion, die Texteditoren euch bieten, ist die Suchfunktion. Damit könnt ihr am Ende nach häufigsten Fehlern, oft benutzen Wörtern oder anderen Dingen suchen. Beispiel: Habt ihr Start-Up, Start-up und Startup immer einheitlich geschrieben? Sucht nach „(“, um durch Kurzzitate zu springen, „ “ für doppelte Leerzeichen, „.^$“ für Punkte ohne folgendes Leerzeichen und so weiter! Mit Suchen und Ersetzen lassen sich konsequent falschgeschriebene Begriffe einfach korrigieren.


Ich höre ja gleich schon auf mit den Computer-Tipps, versprochen 🤓 Aber wusstet ihr schon, dass ihr euch euren Text z. B. in MS Word vorlesen lassen könnt? Wenn euch die Computerstimme nicht gefällt, findet ihr vielleicht eine vorlesefreudige Person. Oder ihr lest euch den Text einfach selbst vor! Komische Satzbauten, doppelte Wörter und der allgemeine Lesefluss werden euch dabei viel einfacher auffallen werden als in der stummen Version. Ist euch im letzten Satz etwas aufgefallen?



Nehmt euch Zeit! Gewinnt etwas Abstand zu eurem Text, denn sonst erinnert ihr euch noch so gut an den Text, dass ihr diesen gar nicht mehr richtig lesen könnt. Da hilft dann auch keine Brille mehr. Außer ihr nehmt auch physischen Abstand, was ich aber eher vermeiden würde.


Wie passieren solche Fehler überhaupt und warum sind auch die versiertesten und eloquentesten Rhetorikgroßmeister:innen nicht dagegen gefeit? In vielen Fällen liegt das an nachträglichen Bearbeitungen, wie zum Beispiel während des Korrekturlesens. Damit ihr da klug spazieren geht (statt blöd zu laufen), lest insbesondere die überarbeiteten Stellen am Ende nochmals. Am besten markiert ihr alle Passagen farbig, die ihr verschiebt, verschachtelt und verändert.


Apropos den Text nicht überfliegen: Lest doch mal sträwkcüR! Nicht die Buchstaben, sondern Satz für Satz oder bei kurzen Texten Wort für Wort. Ist zwar nervig, aber hilft. Punkt nächsten zum weiter <--


Zeige mit einem Finger oder Stift auf die Stelle, die du gerade liest - Wort für Wort. Das ist nicht nur eine Übung für Karaoke im Irish Pub Mittwochabends, sondern hilft euch, Auslassungen und Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden. Habt ihr gar keinen Bock auf die Arbeit? Dann probiert es mal mit dem Mittelfinger!


So offensichtlich und so wichtig: Lest nicht nur selber Korrektur, sondern fragt Freund:innen, Familie, Fans, Follower:innen und Fahrradkuriere nach fanatischer Fehlersuche. Zumindest die ersten beiden. Dabei kann es sinnvoll sein, nicht nur die eigene Familie zu Rate zu ziehen, denn viele sprachliche Muster, Lieblingswörter und Fehler werden unterbewusst von euch übernommen. Falls eure Freund:innen zufällig auch eure Kommiliton:innen sind, gilt das Prinzip: Eine Sauklaue wäscht die andere. Oder so.



Bonus-Tipp!

Für alle die bis hierhin gelesen haben und nach Berücksichtigung von 10. jetzt plötzlich mehrere Bachelorarbeiten aus dem Freundeskreis korrigieren sollen. Kommentare sind eine sinnvolle Funktion, die mittlerweile die meisten kennen. Viel unbekannter ist aber der Änderungsmodus in MS Word und anderswo. Dieser verfolgt alle Änderungen nach und gibt der anderen Person die Möglichkeit, diese anzunehmen oder abzulehnen. Gerade bei Empfehlungen und nicht nur der Korrektur offensichtlicher Feler sehr zu empfelen.

Hier seht ihr die Nachverfolgung in Action. Im selben Reiter findet ihr auch die Vorlesefunktion.



Danke an Charlyn fürs Korrekturlesen dieses Artikels ‒ ich finde, sie hat dafür ein Herz verdient! Ihr auch?

Hier findet ihr einen Beitrag über die besten Lernmethoden, falls ihr nicht nur Hausarbeiten, sondern auch Klausuren meistern wollt!


Euer David